Gallup-Studie: Positive Entwicklungen bei Beschäftigten in Deutschland

5. Mai 2026. Trotz geo­po­li­ti­scher und wirt­schaft­li­cher Kri­sen hat sich die Stim­mung unter den Beschäf­tig­ten in Deutsch­land leicht erholt. So bli­cken 48 Pro­zent der Arbeit­neh­mer (Vor­jahr: 45 Pro­zent) zufrie­den auf das eige­ne Leben und zuver­sicht­lich nach vorn. Das zeigt die Stu­die „Gal­lup Sta­te of the Glo­bal Work­place 2026“.

Mit die­sen Wer­ten liegt Deutsch­land im euro­päi­schen Mit­tel­feld (Platz 20, Vor­jahr: Platz 21). Bei der aus zwei Tei­len bestehen­den Fra­ge zur Ein­schät­zung der eige­nen Lebens­si­tua­ti­on geht es nicht nur um den aktu­el­len Zustand, son­dern auch dar­um, wie die Befrag­ten die Ent­wick­lung in fünf Jah­ren ein­schät­zen. Ins­ge­samt schnei­det Euro­pa (49 Pro­zent, Vor­jahr: 47 Pro­zent) damit deut­lich bes­ser ab als der Rest der Welt (34 Pro­zent, Vor­jahr: 33 Pro­zent). Spit­zen­rei­ter in Euro­pa sind wei­ter­hin Finn­land (81 Pro­zent), Island (78 Pro­zent), Däne­mark (78 Pro­zent), Schwe­den (69 Pro­zent), die Nie­der­lan­de (68 Pro­zent) und Nor­we­gen (68 Prozent).

Stabilisierung auf niedrigem Niveau

In der DACH-Regi­on hat sich die Lage nach den deut­li­chen Rück­gän­gen der ver­gan­ge­nen Jah­re auf nied­ri­gem Niveau sta­bi­li­siert. In der Schweiz sind 46 Pro­zent der Befrag­ten zufrie­den und zuver­sicht­lich (2024: 45 Pro­zent; 2023: 54 Pro­zent; 2022: 59 Pro­zent; 2021: 67 Pro­zent), in Öster­reich 48 Pro­zent (2024: 46 Pro­zent; 2023: 48 Pro­zent; 2022: 53 Pro­zent; 2021: 56 Pro­zent). „Die Lebens­be­wer­tung der Beschäf­tig­ten in Deutsch­land hellt sich nach einem kon­ti­nu­ier­li­chen Abwärts­trend und dem Stim­mungs­tief der ver­gan­ge­nen zwei Jah­re leicht auf. Das ist ein posi­ti­ves Signal. Den­noch blickt wei­ter­hin weni­ger als die Hälf­te zufrie­den auf das eige­ne Leben und zuver­sicht­lich in die Zukunft“, sagt Mar­co Nink, Direc­tor of Rese­arch & Ana­ly­tics EMEA bei Gallup.

Leichte Entspannung beim Stresslevel

Zur Zufrie­den­heit kann auch bei­tra­gen, dass sich das Stress­le­vel der deut­schen Beschäf­tig­ten – wenn auch auf einem wei­ter­hin hohen Niveau – posi­tiv ent­wi­ckelt hat. Mit 38 Pro­zent geben weni­ger Arbeit­neh­men­de als im Vor­jahr (41 Pro­zent) an, sich am Tag vor der Befra­gung gestresst gefühlt zu haben. Im euro­päi­schen Ver­gleich liegt Deutsch­land damit im Mit­tel­feld (Platz 20; Vor­jahr: Platz 14). Bis­her unver­öf­fent­lich­te Zah­len aus dem „Gal­lup Enga­ge­ment Index Deutsch­land 2026“ zei­gen dar­über hin­aus, dass sich gut ein Drit­tel der Beschäf­tig­ten in Deutsch­land aus­ge­brannt fühlt. Aber auch hier zeich­net sich im Ver­gleich zu den Vor­jah­ren ein Rück­gang ab (32 Pro­zent, 2024: 34 Pro­zent; 2023: 37 Pro­zent). Gleich­zei­tig stim­men nur 30 Pro­zent unein­ge­schränkt zu, dass ihre Arbeit ihnen aus­rei­chend Zeit für Fami­lie und Pri­vat­le­ben ermög­licht – der Wert sinkt seit Jah­ren kon­ti­nu­ier­lich (Vor­jahr: 33 Pro­zent; 2018: 45 Prozent).

Für den Bericht „Gal­lup Sta­te of the Glo­bal Work­place 2026“ wur­den in 149 Län­dern ins­ge­samt 141.444 Beschäf­tig­te tele­fo­nisch oder per­sön­lich befragt, wovon 48.897 Inter­views in Euro­pa (38 Län­der) und 3.086 in der DACH-Regi­on geführt wur­den. Wei­te­re Daten aus dem Bericht fin­den sich hier.