11. Februar 2026. Hybrides und multilokales Arbeiten verändern die Arbeitswelt grundlegend. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zeigt Chancen und Risiken ortsflexibler Arbeit auf und gibt Empfehlungen zur gesundheitsförderlichen Gestaltung.
Auf Dienstreisen im Zug und im Hotel oder am Schreibtisch in der eigenen Wohnung – mobiles Arbeiten gehört für viele Beschäftigte heute zum Arbeitsalltag. Dabei gilt: Je größer der Anteil an informationsbezogenen Tätigkeiten im Beruf ist, desto einfacher sind Flexibilitätsmöglichkeiten umzusetzen.
Absprachen als Grundlage
Im Gegensatz zur klassischen Telearbeit unterliegt mobiles Arbeiten nicht der Arbeitsstättenverordnung (vgl. § 2 Abs. 7 ArbStättV). Grundlage der mobilen Arbeit ist vielmehr eine entsprechende Absprache zwischen Arbeitgeber und Beschäftigten. Oft besteht hierfür eine allgemeine schriftliche Vereinbarung in den Betrieben. Ebenfalls von der mobilen Arbeit abzugrenzen ist das Arbeiten an veränderlichen Arbeitsorten, etwa bei Beschäftigten im Personen- oder Gütertransport. Auch das Arbeiten an wechselnden Einsatzorten ohne informationsbezogene Tätigkeiten, wie zum Beispiel bei mobilen Pflegekräften oder Beschäftigten im Handwerk, wird nicht zur mobilen Arbeit gezählt.
Gesundheitsförderliche Gestaltung mobiler Arbeit
Auch bei mobiler Arbeit tragen Betriebe und Beschäftigte Verantwortung, um die Arbeit sicher und menschengerecht zu gestalten. Auf der BAuA-Webseite finden sich zahlreiche Dokumente und Broschüren, die die verschiedenen Aspekte und Formen mobilen Arbeitens erläutern und Gestaltungsempfehlungen geben. Dabei ist zu beachten, dass die einzelnen Aspekte teilweise stark miteinander zusammenhängen und sich auch gegenseitig bedingen. Zudem unterscheidet sich die Gestaltbarkeit innerhalb der jeweiligen Bereiche. Nicht an allen Arbeitsorten ist es möglich, Einfluss auf die Gestaltung des Arbeitsplatzes und der Arbeitsumgebung zu nehmen.
Visuelle Protokolle zum Thema
Ortsflexibles Arbeiten hat sich im Alltag vieler Beschäftigter etabliert. Gleichzeitig sind in den vergangenen Jahren vielfältige Forschungsansätze zum Thema entstanden. Die BAuA hat Experten eingeladen und Forschungsergebnisse gebündelt. Die Ergebnisse der Abschlussveranstaltung wurden in visuellen Protokollen festgehalten.
