Petition für Mindestfeuchte

25. Mai 2020. Als Fol­ge der Covid-19-Kri­se soll die Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­ti­on (WHO) in einer glo­ba­len Peti­ti­on dazu auf­ge­for­dert wer­den, kla­re Richt­li­ni­en für eine Min­dest-Luft­feuch­tig­keit in gewerb­li­chen und öffent­li­chen Gebäu­den zu defi­nie­ren.

Begrün­det wor­den ist die­se For­de­rung mit zahl­rei­chen Stu­di­en, die bele­gen sol­len, dass eine mitt­le­re Luft­feuch­tig­keit von 40 bis 60 Pro­zent Infek­tio­nen der Atem­we­ge ver­hin­dern kann. Eine ein­deu­ti­ge Emp­feh­lung zur Unter­gren­ze für die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit in Gebäu­den wür­de die Aus­brei­tung von Viren und Bak­te­ri­en am Arbeits­platz ver­rin­gern und die öffent­li­che Gesund­heit schüt­zen. Mit die­ser Erkennt­nis hat sich eine Grup­pe von Immun­bio­lo­gen und Medi­zi­nern zusam­men­ge­schlos­sen, um eine Peti­ti­on an die WHO zu for­mu­lie­ren. Bis­lang ist eine Min­dest-Luft­feuch­tig­keit in den glo­bal gel­ten­den WHO-Richt­li­ni­en zur Luft­qua­li­tät in Innen­räu­men nicht berück­sich­tigt.

Optimale Luftfeuchte für gesunde Atemwege

Ange­führt wer­den die Wis­sen­schaft­ler von Dr. Ste­pha­nie Tay­lor, die unter ande­rem als Bera­te­rin für Infek­ti­ons­kon­trol­le an der Har­vard Medi­cal School tätig ist. „Ange­sichts der Covid-19-Kri­se ist es heu­te wich­ti­ger denn je, sich die Bewei­se anzu­hö­ren, die zei­gen, dass eine opti­ma­le Luft­feuch­tig­keit unse­re Raum­luft­qua­li­tät und die Gesund­heit der Atem­we­ge ver­bes­sern kann. Die Ein­füh­rung von WHO-Richt­li­ni­en zu Unter­gren­zen für die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit kann einen neu­en Stan­dard für die Raum­luft set­zen und das Leben und die Gesund­heit von Mil­lio­nen von Men­schen ver­bes­sern“, unter­streicht Tay­lor die Bedeu­tung der Peti­ti­on.

Überprüfung der Richtlinien gefordert

Da Covid-19 welt­weit Druck auf die Gesund­heits­sys­te­me und die Wirt­schaft aus­übt, for­dern die Wis­sen­schaft­ler die WHO jetzt auf, die vor­han­de­nen Stu­di­en zu über­prü­fen. Die­se geben deut­li­che Hin­wei­se, dass eine kon­trol­lier­te Luft­feuch­te die Halb­wert­zeit von Atem­wegs­vi­ren sen­ken und die natür­li­che Immun­ab­wehr der Schleim­häu­te ver­bes­sern kann. Jeden Win­ter fal­len Gebäu­de auf der gan­zen Welt unter die emp­foh­le­ne Unter­gren­ze von 40 Pro­zent rela­ti­ver Luft­feuch­te, was erheb­lich zu Atem­wegs­er­kran­kun­gen, wie zum Bei­spiel der Grip­pe, bei­trägt.

Condair unterstützt Petition

Im Namen der Con­dair Group, die welt­weit Lösun­gen im Bereich der Luft­feuch­te­kon­trol­le und Ener­gie­op­ti­mie­rung ent­wi­ckelt, bit­tet Oli­ver Zim­mer­mann (CEO) um eine brei­te Unter­stüt­zung der Peti­ti­on: „Wir freu­en uns, dass Dr. Ste­pha­nie Tay­lor die­se wich­ti­ge Bot­schaft, dass wir eine Min­dest­un­ter­gren­ze für die Luft­feuch­tig­keit in Innen­räu­men benö­ti­gen, direkt an die WHO wei­ter­lei­tet. Eine Min­dest­luft­feuch­te könn­te die Anzahl der sai­so­na­len Atem­wegs­er­kran­kun­gen erheb­lich redu­zie­ren und Fehl­zei­ten sen­ken, was der Welt­wirt­schaft enorm zugu­te­kä­me und vor allem Leben ret­ten wür­de!“

Die Peti­ti­on an die WHO kann online gele­sen und unter­schrie­ben wer­den.