Tipps gegen Post-Holiday-Syndrom

15. August. Das Por­tal für psy­chi­sche Gesund­heit am Arbeits­platz (psy­GA) der Initia­ti­ve Neue Qua­li­tät der Arbeit (INQA) gibt basie­rend auf Emp­feh­lun­gen sei­nes Koope­ra­ti­ons­part­ners Sie­mens Betriebs­kran­ken­kas­se Tipps für einen ent­spann­ten Wie­der­ein­stieg nach dem Urlaub.

Zurück im Arbeits­all­tag scheint schnell alles zu viel – allein der Gedan­ke an die zahl­lo­sen unbe­ant­wor­te­ten E-Mails lässt den Weg ins Büro manch­mal unüber­wind­bar erschei­nen. In der psy­cho­lo­gi­schen Fach­welt nennt man die­ses Phä­no­men Post-Holi­day-Syn­drom, das rund zwei Drit­tel der Arbeit­neh­mer betrifft. Vie­le Men­schen nei­gen dazu, schnell wie­der in alte Ver­hal­tens­mus­ter zu ver­fal­len – und der Erho­lungs­ef­fekt ist sofort wie­der weg. „Gera­ten wir nach dem Urlaub direkt in Dau­er­stress, scha­det das nicht nur der Moti­va­ti­on, son­dern auf lan­ge Sicht auch der Gesund­heit. Auch die auf­ge­tank­ten Ener­gie­re­ser­ven brau­chen Pau­sen“, erläu­tert Fran­zis­ka Stiegler vom Dach­ver­band der Betriebs­kran­ken­kas­sen, Koope­ra­ti­ons­part­ner von psy­GA. Mit die­sen fünf Tipps gelingt der Wie­der­ein­stieg nach dem Urlaub.

#1: Zeit zum Ankommen nehmen

Um ganz ent­spannt wie­der anzu­kom­men, ver­su­chen Sie, sich den ers­ten Tag wei­test­ge­hend frei­zu­hal­ten, um ganz in Ruhe Ihre E-Mails zu sich­ten und To-do-Lis­ten zu erstel­len. So erlan­gen Sie wie­der den Über­blick über den aktu­el­len Stand und kön­nen auch inhalt­lich sicher wie­der ein­stei­gen. Sie arbei­ten gar nicht am Schreib­tisch? Wenn mög­lich, ach­ten Sie dar­auf, dass Zeit für eine Über­ga­be ist und Sie nicht kopf­über in die Schicht star­ten.

#2: Sich nicht unter Druck setzen

Wäh­rend Ihrer Abwe­sen­heit haben sich sicher­lich eini­ge Auf­ga­ben ange­sam­melt. Prio­ri­sie­ren Sie und tei­len Sie sich so Ihr Arbeits­pen­sum in über­schau­ba­re Ein­hei­ten auf. Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on gegen­über Kol­le­gen und Vor­ge­setz­ten ist hier­bei zen­tral, gera­de auch, wenn abseh­bar ist, dass Sie eine Frist nicht ein­hal­ten kön­nen.

#3: Auszeiten einplanen

Nicht nur im Urlaub zeigt sich, wie wich­tig Aus­zei­ten und Bewe­gung sind. Tun Sie Ihrer Gesund­heit etwas Gutes, indem Sie Pau­sen an der fri­schen Luft und in Bewe­gung ver­brin­gen. Das Mit­tag­essen vor dem Com­pu­ter am Schreib­tisch soll­ten Sie nicht nur nach Ihrem Urlaub ver­mei­den, um auf ande­re Gedan­ken zu kom­men. Auch klei­ne­re Pau­sen zwi­schen­durch kön­nen zu mehr Pro­duk­ti­vi­tät und Kon­zen­tra­ti­on bei­tra­gen – und Ihre Gesund­heit schüt­zen.

#4: Rausgehen und austauschen

Gera­de nach dem Urlaub tun eine aus­ge­dehn­te Mit­tags­pau­se und der pünkt­li­che Fei­er­abend beson­ders gut. Auch der Gedan­ke an ein tol­les Feri­en­er­leb­nis oder ein klei­nes Sou­ve­nir im Büro hilft, sich die Urlaubs­stim­mung noch ein wenig län­ger zu erhal­ten. Erzäh­len Sie auch Ihrem Team von Ihren Erleb­nis­sen – das stei­gert nicht nur den Zusam­men­halt, son­dern auch die Stim­mung im Büro.

#5: Tipps für Vorgesetzte

Vor­ge­setz­te kön­nen dabei hel­fen, sowohl den Urlaub als auch den Wie­der­ein­stieg in den Arbeits­all­tag zu erleich­tern. Orga­ni­sie­ren Sie Ver­tre­tungs­lö­sun­gen und eine Über­ga­be­struk­tur. Klä­ren Sie auch, ob und wie Beschäf­tig­te im Urlaub erreich­bar sein soll­ten. Abspra­chen schaf­fen Struk­tur und ermög­li­chen allen Betei­lig­ten eine ent­spann­te Zeit. Struk­tu­rier­te Brie­fings hel­fen Ihren Mit­ar­bei­tern zur Ori­en­tie­rung nach der Rück­kehr. Auch das per­sön­li­che Gespräch soll­te nicht zu kurz kom­men. Ver­su­chen Sie nach Mög­lich­keit, die Beschäf­tig­ten nicht direkt in den ers­ten Arbeits­ta­gen mit zu vie­len Auf­ga­ben zu über­fal­len. Kom­mu­ni­zie­ren Sie klar, dass Pau­sen und ein pünkt­li­cher Fei­er­abend auch bei einer gro­ßen Men­ge an Auf­ga­ben wich­tig und in Ord­nung sind.